Der Touristische Gewässerverbund verknüpft die neuen Seen der
Bergbaufolgelandschaft mit den Fließgewässern und Kanälen der
Stadt Leipzig.
Großer Goitzschesee
– Foto: LMBV
Auf acht verschiedenen Kursen werden rund 200 Kilometer Gewässerstrecke
erschlossen. Die Kurse weisen eine Länge von 7 bis 41 Kilometern
auf. Sie sind miteinander verbunden und ergeben somit ein höchst
attraktives, innovativ verknüpftes Netz. Das wassertouristische
Angebot ist sehr vielfältig und reicht vom Naturerleben auf der
Weißen Elster über Sightseeing auf Stadtgewässern in Leipzig
bis hin zu Bootstouren zu Stränden oder Freizeiteinrichtungen
an den Tagebaurestseen.
Alle Gewässer können mit Kanus oder Paddelbooten befahren werden.
Auf etlichen Fließgewässern und den Seen können auch bestimmte
gewässerangepaßte Motorboote wie das emissionsarme und flachgängige LeipzigBoot fahren. Auf den Tagebauseen und einigen Fließgewässerabschnitten
findet darüber hinaus Fahrgastschifffahrt statt. Segeln ist auf
den Tagebauseen ebenfalls möglich.
Der Gewässerverbund wird schrittweise entwickelt. Ein zentraler
Start- und Zielpunkt wird der neue Stadthafen Leipzig in unmittelbarer
Nähe zur Leipziger Innenstadt sein. Eine Tour auf den Gewässern
kann natürlich auch von den Häfen der Seen oder von anderen Anlegestellen
der Stadt Leipzig aus unternommen werden.
Im Süden des Leipziger Neuseenlandes ist bereits im Jahr 2000
mit dem Cospudener See ein erster attraktiver Freizeitort entstanden.
Auch die Flutung des Markkleeberger und des Hainer Sees sind
nahezu vollständig abgeschlossen. Der Störmthaler und der Zwenkauer
See werden voraussichtlich bis 2011 bzw. 2014 den angestrebten
Wasserstand aufweisen. Dann wird die etwa 44 km2 große
Seenlandschaft südlich von Leipzig mit der Pleiße, der Weißen
Elster und der Neuen Luppe sowie mit den Kanälen großräumig verknüpft
sein.
Im Norden zwischen Leipzig und Bitterfeld entsteht mit
dem Großen Goitzschesee, Muldestausee, Seelhausener See, Werbeliner
See und Schladitzer See ebenfalls eine Seenlandschaft mit einer
Wasserfläche von ca. 30 km2.
links: mit dem Fahrgastschiff auf dem Cospudener
See – Foto: Conrad
Mitte: mit dem LeipzigBoot auf der Pleiße – Foto: Stadt Leipzig,
Amt für Stadtgrün und Gewässer
rechts:
oder mit dem Kanu – Foto: Stadt Leipzig,
Amt für Stadtgrün und Gewässer