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Erlebnis: Seenlandschaft im Raum Bitterfeld und südlich von Delitzsch

Kurs 8
links: Bernsteinvilla am Großen Goitzschesee – Foto: Wirtschaftsentwicklungs- und Tourismusamt, LK Anhalt-Bitterfeld
Mitte: Werbeliner See – Foto: LMBV
rechts: Pegelturm Großer Goitzschesee – Foto: Wirtschaftsentwicklungs- und Tourismusamt, Landkreis Anhalt-Bitterfeld


 
  Karte
Fakten Kurs 8a/b:
Bei vollständiger Befahrbarkeit nach Fertigstellung aller Baumaßnahmen.
  • auf den Seen Fahrgastschifffahrt und Segelboote
Kurs 8a
  • kurze Motorboot-gängige Verbindung zwischen Seelhausener und Großem Goitzschesee
Kurs 8b (8 km Löbnitz bis Pouch)
  • Kanu-Verbindung (4 km) zwischen Seelhausener, Großem Goitzschesee und Muldestausee über Lober-Leine-Kanal & Mulde
  • keine Schleuse, Umtragen notwendig
  • Fahrzeit Löbnitz bis Pouch: ca. 2 Std.
Großer Goitzschesee und Seelhausener See
Am Großen Goitzschesee, der bereits seit 2002 fertig geflutet ist, reichen die Angebote schon jetzt vom Badebetrieb am Bitterfelder Strand über wassersportliche Aktivitäten zwischen Paddeln und Powerboot-WM-Läufen und Radpartien auf gepflegten Radwegen bis zum Naturerleben in der Goitzsche-Wildnis. Gestalterische Akzente setzen der auf die EXPO 2000 zurückgehende Pegelturm mit schwimmender Seebrücke, die Aussichtplattform Bitterfelder Bogen, die Bitterfelder Wasserfront mit der gastronomisch genutzten Villa am Bernsteinsee sowie das wohl weltgrößte Landschaftskunstprojekt mit dem Agora-Park auf der Halbinsel Pouch. Fahrgastschifffahrt und zwei Segelstützpunkte runden das Angebot auf dem Wasser derzeit ab, in Planung befindet sich noch eine Regattastrecke.

Quasi als kleiner Bruder, aber mit dem markanten Sausedlitzer Steilufer landschaftlich nicht weniger reizvoll, liegt der Seelhausener See südlich vom Großen Goitzschesee. Aktuell zeichnet er sich durch ein gut ausgebautes Rundwegenetz für Radfahrer, Nordic-Walker und Skater aus. Die Dörfer Löbnitz und Sausedlitz laden zur Rast ein. Während Löbnitz bereits durch den Reitsport überregional bekannt ist, bieten sich mittel- bis langfristig auch für Sausedlitz exzellente wassersportliche Perspektiven. In Planung ist die Entwicklung von Badestränden sowie die Etablierung von Bootsverkehr auf dem See. Ausgehend von den Stränden in Dreihausen und Sausedlitz sowie einem Hafen in Löbnitz soll das Segeln und Surfen möglich sein. Auch die Fahrgastschifffahrt mit dem Motorboot ist vorgesehen.

Muldestausee und Gewässerverbund
Als Stauanlage für Hochwasserschutz und Brauchwasserförderung konzipiert, entwickelte sich der seit 1975 geflutete Muldestausee schnell zu einem beliebten Naherholungsgebiet an der Dübener Heide. Er ist ein Zentrum für Segler und Kanuten, für die Fahrgastschifffahrt steht das Ausflugschiff „Muldeperle“ bereit. Mit dem „Haus am See“ verfügt der Muldestausee über ein gut ausgebautes Info-Zentrum für Umwelt- und Naturschutz, von dem zahlreiche Angebote zum Naturerleben angeboten werden. Zu erwähnen ist, neben einer Dauerausstellung und Lehrpfaden, vor allem die seit 2006 etablierte Live-Cam zur Beobachtung von Fischadlern. Schließlich lohnt Mühlbeck-Friedersdorf als erstes „Buchdorf“ Deutschlands einen Abstecher.
Zur Förderung der wassertouristischen Entwicklung sollen bootsgängige Verbindungen zwischen den Seen hergestellt werden. Für die Fahrgastschifffahrt entsteht mit langfristiger Perspektive eine Verbindung zwischen Seelhausener See und Großem Goitzschesee (Kurs 8a). Als Kurs 8b wird für Kanuten eine Verbindung vom Seelhausener See und Großen Goitzsche See zum Muldestausee über den Lober-Leine-Kanal und die bis Pouch bereits bedingt nutzbare Mulde hergestellt.

Schladitzer und Werbeliner See
In dem gewässerarmen Landstrich zwischen Leipzig und Delitzsch sind im ehemaligen Tagebaubereich Delitzsch-Südwest-Breitenfeld mit dem Werbeliner und dem Schladitzer See zwei größere Seen entstanden. Am Schladitzer See, der seit 2003 für die touristische Nutzung freigegeben ist und eine hervorragende Wasserqualität aufweist, sind bereits zwei Badestellen in Betrieb. Ob Wind- oder Kitesurfen, Katamaran- oder Jollesegeln, am Schladitzer See kommt bei Wassersportfreunden keine Langeweile auf. Doch auch an Land bietet der See interessante Angebote. An der Schladitzer Bucht laden Volleyballfelder zum „Beachen“ ein. Derzeit läuft die Planung zum Ausbau dieses Platzes, so dass reguläre Turniere für Beachvolleyball, Beachhandball und Beachsoccer stattfinden können. Ein gut ausgebautes Inline- und Radwandernetz bietet auch Landratten beste Möglichkeiten für eine aktive Erholung. Von der Schaafshöhe, die auf einer ehemaligen Hochklippe liegt, hat man einen herrlichen Blick über den gesamten See.

Der Werbeliner See ist der größte und vielgestaltigste See im Raum zwischen Leipzig und Delitzsch.
Zudem hat er, mitten im Vogelschutzgebiet gelegen, eine besondere Naturschutzbedeutung. Der Westteil des Sees wird durch teilweise dicht bewachsene Flachwasserbereiche und einer einzigartigen Inselstruktur aus Schüttrippen des Tagebaues geprägt. Hier kommt eine Vielzahl seltener Vogelarten vor. Eine wassertouristische Entwicklung im Einklang mit dem Vogelschutz kann an der Ostseite des Sees am Brodauer Zinken mit der Anlage eines Bootsanlegers, Fischereistützpunktes, gastronomischen Angeboten und besonderen Serviceeinrichtungen sowie eines Badestrandes erfolgen und bei Bedarf mit Campingplatz und Feriendorf auf die Flächen der rückgebauten Tagesanlagen ausgedehnt werden. Die Nutzung des Sees für Segelboote oder das Motorboot als Fahrgastschiff ist in der Sommersaison auf dem Ostteil möglich. Ein weitgehend fertig gestelltes Rad- und Wanderwegnetz ermöglicht viele Entdeckungen, wie zum Beispiel das aufgestellte Schaufelrad des Baggers SRs 6300.


Baumaßnahmen zur vollständigen Befahrbarkeit Kurs 8a/b: Planung

 
 

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