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Um die Kurse für die verschiedenen Bootstypen nutzbar und attraktiv
zu machen, sind insgesamt über 100 Einzelmaßnahmen erforderlich.
Das Spektrum reicht vom Bau des zentralen Stadthafens in Leipzig
über die Herstellung und den Ausbau von Gewässerabschnitten, den
Bau von Schleusen oder einfachen Anlegestegen bis zu Umtrageeinrichtungen
für Kanuten (Planungen). Die Maßnahmen werden schrittweise umgesetzt.
Als ertes ist der Kurs 1 seit 2011 durchgängig bis zum Cospudener See befahrbar. An zweiter Stelle steht der Kurs 5.
Mit der Realisierung werden die Verbindungen von Leipzig in den
Südraum für das gewässerangepaßte Motorboote befahrbar.

links: Entschlammung Floßgraben, 2002 – Foto:
Stadt Leipzig, Amt für Stadtgrün und Gewässer
Mitte: Eröffnung Schleuse
Cospuden, 2006 – Foto: Stadt Leipzig, Amt für Stadtgrün und Gewässer
rechts: Schleuse am Connewitzer Wehr, Planungsstand 2007 – Visualisierung:
bgmr /Logon urban.architecture.design
Schlüsselkurse in den Südraum:
mit
dem Motorboot zum Cospudener See
Der Startschuss zur Umsetzung wurde mit der Entschlammung
des Floßgrabens zwischen der Pleiße und dem Cospudener See
in den Jahren 2000-2004 gegeben. Seit Sommer 2006 ist die Schleuse
Cospuden als erste selbst zu bedienende, automatische Schleuse
in Betrieb.
Mit dem Bau der Schleuse Connewitz und dem Brückenneubau
an der S 46 (fertiggestellt 2009) kann der Kurs 1 in der Saison 2011 als erste mit
dem LeipzigBoot nutzbare Verbindung zwischen Leipzig und den
Seen im Südraum befahren werden. Nach der Beseitigung der Flachstellen in der Pleiße
ist auch der Kurs 5 bis zum agra-Wehr mit dem Motorboot befahrbar.
Für eine Anbindung an den Markkleeberger See wird eine Schleuse
am agra-Wehr und ein neuer schiffbarer Kanal gebaut. Gegenwärtig
laufen die Planungen für diese Maßnahmen.
Auch für die Kanuten werden die Kurse attraktiver ausgestattet.
Entlang der Pleiße zwischen Böhlen und Leipzig sind Steganlagen
geplant, der Steg an der Rennbahn kann bereits heute genutzt
werden.
Stadthafen Leipzig:
das wassertouristische Herzstück

Stadthafen Leipzig, Planungsstand 2008 – Plan: bgmr
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Der
Leipziger Stadthafen ist zukünftig das Herzstück des Gewässerverbundes.
Auf einer Industriebrache wird schrittweise ein lebendiger Ort
mit urbaner Hafenatmosphäre entwickelt. Neben einem Anleger für
gewerblich betriebene Mehrpersonenboote stehen auch Liegeplätze
für private LeipzigBoote (10 Plätze für Typ I; 25 Plätze für
Typ II) und Kanus zur Verfügung.
Mit der Verbindung aus Gastronomie, Hotellerie und wassertouristischer Infrastruktur
wird das kleine Hafengebiet Anziehungspunkt für die umliegenden Stadtquartiere.
Ein Entwicklungs- und Gestaltungskonzept für den Hafen liegt vor, die formellen
Planungsschritte zur Umsetzung des Vorhabens sind getan. Mit der Offenlegung
des Elstermühlgrabens bis zur Friedrich-Ebert-Straße (2008-2010) ist
die erste Ausbaustufe des Stadthafens abgeschlossen. An- und Ablegen von der Außenmole
ist seit dem Jahr 2010 möglich. Mit der späteren vollständigen Öffnung
des Elstermühlgrabens besteht für Kanus ein durchgängiger Anschluss zur unteren
Weißen Elster.
Egal für welche Art Bootstour, der Stadthafen bildet dann den idealen Ausgangspunkt.
Ob nach Besichtigung des Stadtzentrums mit Thomas- und Nikolaikirche, Gewandhaus
oder auch Barfußgässchen, ob nach dem Besuch einer Veranstaltung im nahe gelegenen
Sportforum oder dem Forum Thomanum, durch die Gunst der Lage kann ein Besuchstag
in Leipzig zukünftig problemlos durch eine - auch mehrtägige - Bootsfahrt abgerundet
werden.

Schladitzer Bucht, 2007 – Foto: LMBV
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